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Zwischen Lubentius, Georg und der Lahn – Zeitreise durchs Lahntal

Am 11. April 2026 waren wir bei bestem Wanderwetter auf unserer geführten Wanderung von Typisch Westerwald „W2 Zwischen Lubentius, Georg und der Lahn – Zeitreise durchs Lahntal“ unterwegs.

 

Auf dieser Wanderung verbinden sich Landschaft, Geschichte und Hintergründe auf eine Weise, die man so allein kaum wahrnimmt.

Start an der Lahn: Fluss, Verkehrswege und Entwicklung

Los ging es am Schleusenweg an der Lahn.

 

Direkt zu Beginn wurde deutlich, wie stark diese Landschaft von Verkehrswegen geprägt ist – früher wie heute.


Die Lahn als historische Lebensader, aber auch moderne Verbindungen wie ICE-Strecke und A3 zeigen, wie sich Mobilität und Nutzung über die Zeit verändert haben.

Kriegsgefangenenfriedhof Dietkirchen und ein besonderer Höhepunkt danach

Ein erster Halt galt dem Kriegsgefangenenfriedhof Dietkirchen.

Die Anlage erinnert an Kriegsgefangene mehrerer Nationen des Ersten Weltkriegs und später zusätzlich an sowjetische Tote des Zweiten Weltkriegs.

 

Ein Ort, der zunächst ruhig und unscheinbar wirkt – und doch eine bewegte Geschichte in sich trägt.

 

Besonders das irische Hochkreuz fällt hier ins Auge, ebenso wie die Information, dass an diesem Ort einst rund 12.000 Gefangene interniert waren.

 

Direkt im Anschluss folgte einer der eindrucksvollsten Momente der Wanderung.

St. Lubentius und der Karner – ein eindrucksvoller Einblick

An der Kirche St. Lubentius erläuterte zunächst Rainer Lemmer, DWV-Wanderführer®, die Geschichte der Kirche sowie die Sage, die sich um den Schutzpatron St. Lubentius rankt.

 

Die Reliquien des Heiligen werden bis heute in der Kirche in einem Schrein in einer Seitenkapelle aufbewahrt, die wir ebenfalls besichtigten.

 

Anschließend erwartete uns Herr Dillmann , der uns die Hintergründe zum Karner – dem Beinhaus unter der Michaeliskapelle – näherbrachte. Vielen Dank dafür!

 

Vielen Dank auch an Wanderführerin Michaela Schardt von Typisch Westerwald die ihr persönliches Erfahrung bei einem Besuch von St. Lubentius mit uns teilte.

In drei Gruppen aufgeteilt besichtigten wir anschließend das Knochenhaus. Die dort aufbewahrten Gebeine stammen aus der Zeit von etwa 1475 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts und wurden im Zuge der damaligen Bestattungspraxis hier beigesetzt.

 

Besonders eindrucksvoll war auch der Hinweis auf ein Skelett, das bei Ausgrabungen vor dem Eingang in etwa 4 Metern Tiefe entdeckt wurde und der karolingischen Zeit (8.–9. Jahrhundert) zugeordnet werden konnte – also über 1000 Jahre alt ist.

 

Was viele zunächst erwarten, bestätigt sich nicht:
kein „Gruselkellerchen“, sondern ein Ort, der zeigt, wie früher mit begrenztem Raum auf Friedhöfen umgegangen wurde.

Entlang der Lahn und hinauf ins Lahntal

Nach diesem intensiven Abschnitt ging es für uns zurück an die Lahn und weiter auf dem Treidelpfad.

 

Anschließend ging es hinauf zum Aussichtspunkt, gestiftet vom päpstlichen Geheimkämmerer Peter Paul Cahensly.

 

Auch hier blieb es nicht bei der Aussicht: Es ging um Hintergründe – unter anderem darum, was ein Geheimkämmerer eigentlich war.

Weiter führte die Strecke zur Kreuzkapelle und entlang des Kreuzwegs, vorbei an der Obermühle bis zu den beeindruckenden Hochwassermarken der Lahn, die eindrucksvoll zeigen, welche Kraft der Fluss in der Vergangenheit entwickelte.

Fachwerk, Geschichte und der Abschluss der Runde

Ein weiterer besonderer Punkt war Römer 2-4-6 – das älteste freistehende Fachwerkhaus Deutschlands aus dem Jahr 1289.

 

Von dort ging es weiter hinauf zum Limburger Dom der nach seinem Schutzpatron St. Georg auch Georgsdom genannt wird.

 

Anschließend führte uns der Weg am Haus der sieben Laster vorbei und über die Alte Lahnbrücke zurück zum Ausgangspunkt.

Einkehr und Abschluss

Am Ende der Wanderung gab es viel Applaus und Dank von der Wandergruppe für die äußerst interessante und abwechslungsreiche Wanderführung.

 

Den Ausklang fand die Wanderung bei der Einkehr in der Pizzeria „Zum Weißen Ross“. Bei gutem Essen und vielen Gesprächen ließen wir die Tour noch einmal Revue passieren.

 

Und dann fällt ein Satz, der hängen bleibt:

 

„Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir mit euch gewandert sind.“

 

Zum Abschluss wartete am Parkplatz noch eine kleine Überraschung:

Basecaps, Schlauchtücher und Stirnbänder unseres Sponsors CIMALP – ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung und ein schönes Andenken.

Typisch Westerwald

Ein gemeinsamer Weg.

 

Viele Eindrücke, die bleiben.

 

Und genau dafür gehen wir gemeinsam raus.

 

 

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Impressionen von der Wanderung

 

Ein Tag voller Entdeckungen, Natur und Gemeinschaft – genau das, was das geführte Wandern mit "Typisch Westerwald" ausmacht!

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