Kinder, die stehen bleiben, etwas entdecken, Fragen stellen und dabei ganz nebenbei lernen – und dieser besondere Moment, in dem aus einer geführten Wanderung ein echtes Abenteuer wird.
Genau solche Momente prägten den Familien-Erlebnis-Tag im Stöffel-Park. Was die rund 120 kleinen und großen Teilnehmenden an diesem Tag erleben durften, wirkte leicht, spielerisch und selbstverständlich. Hinter jeder Aktion, jeder Aufgabe und jedem Programmpunkt lagen jedoch viele Wochen intensiver Vorbereitung. Wanderstrecken wurden mehrfach begangen, Ideen entwickelt, Aufgaben ausprobiert, Abläufe geplant und immer wieder überlegt, wie sich Naturwissen so vermitteln lässt, dass es nicht langweilig wird und die Kinder aber auch die Eltern mit Begeisterung dabei sind.
Dabei ging es nicht darum, möglichst viele Informationen unterzubringen, sondern Kinder zum Staunen zu bringen. Wenn sie mit leuchtenden Augen stehen bleiben, aufmerksam zuhören und wissbegierig Fragen stellen, während Eltern am Ende sagen:
„So etwas hätten wir ehrlich gesagt gar nicht erwartet“, dann weiß man, dass sich jede Stunde der Vorbereitung gelohnt hat.
Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch
Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen empfingen die Familien im Stöffel-Park.
Sicherlich hatten die angekündigten Temperaturen die eine oder andere Familie dazu bewegt, lieber zu Hause zu bleiben.
Umso mehr freuten sich die Sparkasse Westerwald-Sieg als Veranstalter und Typisch Westerwald als Kooperationspartner, rund 120 kleine und große Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Stöffel-Park begrüßen zu dürfen.
Natürlich hatte sich das Team von Typisch Westerwald bereits im Vorfeld Gedanken über die Hitze gemacht.
Die geplanten Strecken wurden flexibel angepasst, schattige Bereiche bewusst einbezogen und zusätzliche Trinkpausen eingeplant.
Sicherheit und Wohlbefinden der Familien standen an diesem Tag an erster Stelle!
Bereits beim Check-in erhielten die Familien eine kleine Marschverpflegung in Form eines Müsliriegels.
Für die große Pause hatte die Sparkasse Westerwald-Sieg außerdem Getränkebons vorbereitet – eine willkommene Erfrischung an diesem hochsommerlichen Tag.
Danach machten sich alle gemeinsam auf den Weg zum TERTIÄRUM.
„Hui Wäller?“ – „Allemol!“
Für viele Kinder war schon die Begrüßung etwas ganz Besonderes.
Nachdem DWV-Wanderführer Rainer Lemmer erklärt hatte, dass auf den Westerwälder Gruß „Hui Wäller?“ traditionell mit „Allemol!“ geantwortet wird, dauerte es nicht lange, bis der Ruf laut und voller Begeisterung durch das TERTIÄRUM hallte.
Spätestens jetzt war das Eis gebrochen und die Vorfreude auf den gemeinsamen Tag deutlich zu spüren.
Es war einer dieser kleinen Momente, in denen man sofort ahnte, dass dieser Tag etwas Besonderes werden würde.
Anschließend lernten die Kinder Steffi Stöffelmaus, das sympathische Maskottchen des Stöffel-Parks, kennen und bestaunten gemeinsam das Originalfossil.
Ein kurzer Film aus der „Sendung mit der Maus“ zeigte danach, wie Forscher im Stöffel-Park nach Fossilien suchen, mit welcher Geduld sie arbeiten und wie schließlich das Fossil der berühmten Stöffel-Flugmaus entdeckt wurde.
Für viele Kinder war es faszinierend zu erfahren, dass genau an dem Ort, an dem sie gerade standen, weltweit bedeutende Fossilien gefunden wurden.
Vulkan, Lava und Basalt
Anschließend übernahmen die Wanderführer von Typisch Westerwald ihre Gruppen. Passend zur Geschichte des Stöffel-Parks trugen die Wandergruppen die Namen Vulkan, Lava und Basalt.
Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der Sparkasse Westerwald-Sieg machten sich die drei Gruppen auf den Weg – und von diesem Moment an begann das eigentliche Abenteuer.
Achtsame Kinder führten ihre Eltern
Eine der ersten Aufgaben sorgte zunächst für erstaunte Gesichter, denn diesmal sollten nicht die Erwachsenen auf ihre Kinder aufpassen, sondern die Kinder auf ihre Eltern.
Mit verbundenen Augen wurden Mama, Papa, Oma oder Opa vorsichtig über einen Waldpfad geführt. „Langsam, hier kommt eine Wurzel“, „Jetzt ein kleiner Schritt nach rechts“ oder „Vorsicht, nicht den Kopf stoßen“ – mit beeindruckender Geduld und achtsam übernahmen die Kinder Verantwortung.
Am Ziel angekommen mussten sich die Erwachsenen merken, welchen Baum sie ertastet hatten. Nachdem die Augenbinden wieder abgenommen worden waren, galt es, genau diesen Baum erneut zu finden.
Eine Aufgabe, die sich als deutlich schwieriger erwies, als viele zunächst gedacht hatten.
Die Baumperle sucht sich ihren Menschen
Kurz darauf wartete bereits die nächste Überraschung. Die Kinder erhielten die Aufgabe, eine auf einem Foto abgebildete Baumperle zu finden. Einige zusätzliche Fotohinweise halfen ihnen dabei, den richtigen Ort am Wegesrand zu entdecken.
Rainer erklärte den Kindern augenzwinkernd, dass sich eine Baumperle ihren Finder selbst aussuche und ihrem neuen Besitzer Glück bringen solle.
Kaum war der Satz ausgesprochen, hielt die achtjährige Paula tatsächlich die Baumperle in ihrer Hand. Für einen kurzen Moment wurde es still, bevor Kinder und Erwachsene gleichermaßen staunten.
Es waren genau diese kleinen Augenblicke, die den Tag so besonders machten.
Natur entdecken wie echte Forscher
Im Kräutergarten des Stöffel-Parks erfuhren die Eltern, welche Möglichkeiten die Pflanzenbestimmungs-App Flora Incognita bietet.
Anhand von Beispielen wie Wilder Möhre und Oregano wurde gezeigt, wie sich Pflanzen bestimmen und näher kennenlernen lassen.
Große Karpfen und kleine Fische
Im Stöffelsee wartete bereits das nächste Highlight. Kaum hatten die Kinder etwas Fischfutter ins Wasser geworfen, kamen riesige Karpfen dicht ans Ufer geschwommen und sorgten für große Begeisterung.
Mit Keschern und Becherlupen wurden anschließend kleine Fische gefangen, genau betrachtet und selbstverständlich wieder vorsichtig zurückgesetzt.
Frösche ließen sich an diesem heißen Sommertag leider kaum blicken. Ihnen war es offenbar genauso warm wie allen anderen. Auch von den "Wasserschlangen"
(Ringelnattern) ließ sich keine blicken - die hatten wohl Angst vor den vielen Kindern.
Hoch hinaus zum Brecher 1
Natürlich durfte auch der Aufstieg zum Brecher 1 nicht fehlen. Mit Helmen ausgestattet führte der Weg entlang des historischen Förderbandes hinauf zu einem der beeindruckendsten Orte des gesamten Stöffel-Parks. Oben angekommen erklärten die Wanderführer anschaulich, wie hier früher Basalt verarbeitet wurde.
Während die Kinder den Aufstieg mit großer Selbstverständlichkeit meisterten, blickte so mancher Erwachsene lieber einmal mehr nach unten. Ein klein wenig Höhenrespekt gehörte für einige durchaus zum Erlebnis dazu.
Während die nächsten Gruppen warteten, entstanden an der Selfie-Station von Typisch Westerwald zahlreiche Erinnerungsfotos.
Der verborgene „Magic Place“
Ganz in der Nähe des Stöffelsees wartete ein Ort, den viele Besucher bei einem normalen Rundgang vermutlich übersehen würden.
Die Kinder durften ihn an diesem Tag jedoch entdecken: Hinter dichtem Bewuchs verbirgt sich ein alter, auf der Seite liegender Silobehälter. Von außen wirkt er zunächst unscheinbar, doch im Inneren öffnet sich eine überraschend farbenfrohe Welt.
Graffiti verwandeln das Relikt der früheren Industrieanlage in ein verborgenes Kunstwerk und einen ganz besonderen „Magic Place“.
„Ich bin aber schon groß …“
Nach so vielen Eindrücken war die Pause in der angenehm kühlen Nissenhalle mehr als willkommen. Dort spendierte die Sparkasse Westerwald-Sieg allen kleinen und großen Teilnehmenden Eisbecher – eine willkommene Erfrischung bei hochsommerlichen Temperaturen und zur Freude aller Beteiligten.
Eine kleine Unterhaltung blieb dabei besonders in Erinnerung.
Auf die Frage „Papa, darf ich noch ein Eis?“ folgte die Antwort: „Du hattest doch schon zwei.“
Das Kind erwiderte ganz selbstverständlich: „Ich bin aber schon groß und kann auch noch eins essen.“
Wie die Diskussion ausging, bleibt wohl das kleine Familiengeheimnis dieser beiden.
Die fliegende Überraschung
Schon den ganzen Vormittag hatten sich viele Kinder gefragt, was sich wohl hinter der angekündigten „fliegenden Überraschung“ verbergen würde.
Dann war es endlich so weit: Falkner Gisbert Kexel und Petra Kexel trafen mit dem Rotmilan Luna, dem Wüstenbussard Tina und Enkelin Luna ein. Zusätzlich hatte Anja Kram zwei neugierige Frettchen mitgebracht.
Während immer wieder begeisterte „Aahs“ und „Oohs“ zu hören waren, stellte ein Kind trocken fest: „Die sind ja süß, aber die stinken ganz schön.“ Gelächter war garantiert.
Der Höhepunkt folgte wenig später. Mit einem speziellen Falknerhandschuh durften die mutigen Kinder den Rotmilan Luna selbst füttern.
Kein einziges Kind zog zurück; alle wollten diese besondere Erfahrung machen.
Irgendwann allerdings hatte Luna genug – sie war schlicht satt.
Ein Wertgutschein, kleine Geschenke – und eine neue Freundin
Zum Abschluss erhielt jedes Kind von der Sparkasse Westerwald-Sieg einen Wertgutschein, den die Kinder bei der Sparkasse einlösen können, um für etwas Schönes zu sparen, sowie kleine Geschenke.
Außerdem gab es Basecaps von Typisch Westerwald, die mit Unterstützung des Outdoor-Ausrüsters CIMALP zur Verfügung gestellt wurden. Damit ging ein erlebnisreicher Tag langsam zu Ende.
Immer wieder hörten die Wanderführer Sätze wie: „Macht ihr das beruflich?“, „Was für eine tolle Veranstaltung der Sparkasse Westerwald-Sieg“, „Mit so viel Liebe zum Detail hätten wir gar nicht gerechnet“ oder „Wann gibt es die nächste Veranstaltung?“
Solches Lob freut uns natürlich ganz besonders.
Eine kleine Szene brachte besonders schön auf den Punkt, was an diesem Tag neben all den Entdeckungen ebenfalls entstanden war:
Ein Mädchen fragte nach Papier und einem Stift. Sie habe eine neue Freundin gefunden und wolle deren Telefonnummer aufschreiben.
Zwischen Rätseln, Naturerlebnissen, Eis und Tierbegegnungen war ganz nebenbei eine neue Freundschaft entstanden.
Danke!
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Veranstalter und unserem Kooperationspartner, der Sparkasse Westerwald-Sieg, insbesondere Eva, Annalena und Andrea, die diesen besonderen Tag mit viel Engagement begleitet haben.
Ebenso danken wir unserem gesamten Wanderführer Team von Typisch Westerwald: Rainer Lemmer, Iris Lemmer, Michaela Schardt, Lina Schardt, Alexandra Schmidt, Valeska Helfert, Christian Klein, Christian Kohlhaas und Stefanie Hentrich.
Unser Dank gilt außerdem Gisbert und Petra Kexel, Enkelin Luna sowie Anja Kram für die faszinierenden Einblicke in die Welt der Greifvögel
und Frettchen.
Vor allem aber bedanken wir uns bei allen Familien – für eure Begeisterung, eure Neugier, eure vielen Fragen und für die leuchtenden
Kinderaugen.
Denn genau sie zeigen, warum sich all die Vorbereitung, Planung und Mühe gelohnt haben.
















































































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