12 km Wanderung zum Biberteich bei Freilingen

Biberteich bei Freilingen
Biberteich bei Freilingen

Ein wenig Hintergrund zur Wanderung die in Freilingen am Biberteich startet und über 15km wieder zurück nach Stockum-Püschen führt.

 

Ende 2017 fielen mir gefällte Weiden am Ufer des Saynbach zwischen Wölferlingen und Freilingen auf.

 

Von Fern sah es fast schon so aus, als wenn diese nicht von Menschen, sondern von einem Biber gefällt worden wären.

 

Die "Biber-Theorie" war natürlich weit hergeholt, zumal ja der Europäische Biber im Westerwald schon seit vielen Jahren als ausgerottet galt.

 

Wenige Wochen später sah es aber so aus, dass sich unter der Brücke über dem Saynbach ein Hindernis aufgetürmt hatte. Dieses Hindernis staute den eher unscheinbaren Saynbach zu einem See mit beachtlicher Größe auf.

 

Ich hatte mir dann den Stau genauer angesehen und es war offensichtlich, dass hier ein Biber zu Werke gegangen war und einen Biberdamm geschaffen hatte. "Maxi Biber", wie ich den Wölferlinger Neubürger kurzer Hand mit einem Namen versehen hatte, verwandelte den Saynbach in ein neues Biber-Habitat und schaffte dadurch gleichzeitig ein neues Biotop für eine artenreiche Fauna und Flora.

 

Der Rhein-Zeitung konnte man nach dieser Maßnahme einen regen Austausch in Artikeln und Leserbriefen von Naturschützern und der SGD Nord entnehmen. Ein jeder begründete das "Für" und "Wider" dieser Maßnahme. Mir steht es fern zu beurteilen was richtig oder falsch ist, aber ich habe bei meinen Reisen durch Alaska und den Yukon Biber und ihre Baumaßnahmen in freier Wildbahn beobachten dürfen.

 

Es ist einfach erstaunlich, wie geschickt Biber in der Lage sind, den Wasserstand eines Fließgewässers präzise zu regulieren. Durch permanente Pflegemaßnahmen am Damm bleibt dieser stabil  und die Biber halten den Wasserstand des Damms durch gezieltes Öffnen und Verschließen von Lücken im Damm auf dem gewünschten Niveau.

 

 

Biberteich bei Freilingen
Biberteich bei Freilingen

Das Aufstauen des Saynbach und die Rückkehr des Bibers in den Westerwald wurden von den Naturschützern positiv und als "Bereicherung der Biodiversität" begrüßt.

 

Allerdings wurde durch die "Wasserbauliche Maßnahme" von Maxi aber auch die Struktur und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) auf den Plan gerufen.

 

 

Die SGD Nord erkannte durch das "unkontrollierte Aufstauen" des  Saynbach bei einem evtl. Bruch des Biberdammes potentielle Überschwemmungs-Szenarien und eine Gefährdung für den unterhalb gelegenen Ort Freilingen.

 

 

 

Es wurden 2 Kunststoffrohre am Biberdamm verlegt, die zum einen eine Senkung des Wasserstandes im neuen Biberteich bewirkten, aber auch verhindern sollten,dass Maxi die Wasserfläche weiter ausdehnt.

Biberteich Überlauf
Biberteich Überlauf

Jetzt in der kalten Jahreszeit scheinen sich die Gemüter beruhigt zu haben.  

 

Maxi hat als weitere Maßnahme einfach die beiden Abflussrohre angehoben, bzw. verschlossen.

 

Der Abfluss des Wassers erfolgt nun über eine Art Überlauf, über den Wirtschaftsweg.

 

Ein Teil des WW-Steigs ist ebenfalls überflutet. Mit einem kleinen Schlenker über die Wiese kann trockenen Fußes gewandert werden.

 

Selbst beim starken Regen der letzten Wochen konnte Maxi  den Wasserstand konstant halten und der Biberdamm hielt den Wassermassen des Saynbach stand.

Fotoimpressionen von der Wanderung

GPXTrack Biberteich Wölferlingen - Stockum-Püschen
© BKG2009 & Garmin2009
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Höhenprofil Biberteich Wölferlingen - Stockum-Püschen
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