Es beginnt, wie es immer beginnt. Harmlos.
„Ich hol nur mal kurz die Kiste vom Dachboden“, heißt es. Zehn Minuten später steht fest: Der Herbst ist Geschichte. Der Weihnachtsmodus ist aktiviert.
In Westerwälder Wohnungen wird jetzt aufgerüstet. Und zwar gründlich!
Rentiere marschieren über Fensterbänke, Weihnachtsmänner hängen an Balkonen, Schwibbögen leuchten um die Wette, Lichterketten ziehen sich durch Wohnzimmer, Treppenhäuser und Gärten, als gäbe es einen heimlichen Wettbewerb um die höchste Kilowattzahl. Sterne, Girlanden, Tannenzweige – Weihnachten kommt nicht leise, es kommt mit Ansage.
Und irgendwo murmelt jemand – ganz im Sinne von Loriot: „Früher war mehr Lametta.“
Einkaufsstress – eine liebgewonnene Tradition
Parallel dazu füllen sich die Innenstädte. Geschäfte sind voll, Parkhäuser noch voller, Geduld ist dagegen Mangelware.
Muss wirklich jeder jetzt einkaufen? Genau jetzt? Alle gleichzeitig? Die Antwort ist natürlich: Ja.
Und dann gibt es sie – die Last-Minute-Shopper am 24. Dezember. Entspannt. Gelassen.
Die Auswahl ist übersichtlich, der Druck ist raus.
Im neuen Jahr kehren sie zurück: Gefällt nicht. Passt nicht. Doppelt geschenkt. Hatte ich schon.
Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt ist erst einmal Weihnachten.
Essenspläne, Besuchspläne – und der ganz normale Wahnsinn
Zwischen all dem entstehen Listen. Viele Listen.
Was essen wir wann? Wer besucht wen? Und wie schaffen wir es, dass wirklich niemand hungern muss?
Dazu kommen Weihnachtsmärkte. Glühwein und Bratwurst sind keine Option, sie sind Pflicht.
Und dann – ganz plötzlich – ist es so weit:
Weihnachten ist da.
Schon wieder. Überraschend.
Nach den Feiertagen: Wenn der Baum nadelt
Der Weihnachtsbaum, eben noch Mittelpunkt des Wohnzimmers, beginnt zu nadeln.
Spinnweben entstehen. Der Zauber verblasst.
Und plötzlich wächst der Wunsch nach Ruhe, frischer Luft und Bewegung.
Rausgehen. Durchatmen. Westerwald.
Keine Lichterketten. Keine Weihnachtsmusik. Kein Konsum.
Stattdessen Wald, Wege und Weite.
Draußen braucht es kein Lametta.
Typisch Westerwald
Vielleicht ist das der wahre Zauber der Zeit zwischen den Jahren:
Nicht noch mehr Programm, sondern bewusst mal rauszugehen.
Und wer weiß: Vielleicht war früher gar nicht mehr Lametta. Vielleicht war einfach mehr Zeit draußen.
Die guten Vorsätze haben noch Zeit bis Silvester. Aber einer davon schleicht sich schon ein: öfter wandern gehen.
Genau dafür gibt es den Wanderplan 2026
von Typisch Westerwald:
Vielfältige Touren, unterschiedliche Aktivitäten, Natur, Geschichte und Gemeinschaft.
Spätestens wenn der Weihnachtsbaum nadelt, ist der richtige Moment gekommen.



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