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Abschlusswanderung – ein Saisonfinale mit Sonne, Wissen & guter Laune

🌤 Besser als die Prognose – Abschlusswanderung rond em Maxsään

Die Wetter-Apps hatten wenig Gutes versprochen – doch für die Wanderer von Typisch Westerwald zeigte sich der Sonntag von seiner besten Seite:


kein Regen, ideales Wanderwetter, zeitweise kam sogar die Sonne heraus und sorgte für stimmungsvolles Licht und gute Fernsicht.

Gleich 43 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde waren der Einladung zur Abschlusswanderung mit dem Motto:


„W21 🥾 Aamohl giehn mer noch dess Joahr – Geführte Wanderung rond em Maxsään“

 

gefolgt.

 

Geführt wurde die rund zwölf Kilometer lange Tour von DWV-Wanderführer® Rainer Lemmer, unterstützt von DWV-Wanderführer® Christian Klein und Iris Lemmer, alle von Typisch Westerwald.

🏡 Jüdischer Friedhof, Obermühle & Dorfgeschichte

Die Wanderung führte zu mehreren markanten Orten in und um Maxsain

  • zum ehemaligen jüdischen Friedhof,

  • am Standort der einstigen Obermühle vorbei

  • vorbei an der Evangelischen Kirche,

  • am Wappen von Maxsain,

  • zum ältesten Fachwerkhaus, Haus Sahm von 1688, des Ortes.

Rainer Lemmer erzählte unterwegs lebendig von der Geschichte des Dorfes und den wechselnden Herrschaftsverhältnissen – darunter auch vom verheerenden Brand von 1619, der einst weit über hundert Fachwerkhäuser in Schutt und Asche legte.

 So wurde deutlich, wie sehr dieses Ereignis Maxsain bis heute geprägt hat.

🌲 Überraschungen am Wegesrand – Naturwissen hautnah

Nicht nur die historischen Stationen machten die Tour besonders, sondern auch das, was sich unterwegs im Wald entdecken ließ.

 

Immer wieder machte Rainer unterwegs auf kleine Entdeckungen aufmerksam – und erklärte der Gruppe sofort, was dahintersteckt:

  • eine  Baumperle an einer Buche,

  • der nach Knoblauch duftende „Knoblauchschwindling“,

  • und der Birkenporling, ein Pilz dem man bemerkenswerte Heilkräfte nachsagt.

Anhand des Birkenporlings erzählte Rainer, dass dieser vermutlich schon Ötzi, der Gletschermann, als natürliches Wund- und Heilmittel diente.

 

Reste dieses Pilzes wurden an einem Lederband bei ihm gefunden – ein Hinweis darauf, dass er ihn als eine Art „Erste Hilfe aus der Natur“ dabei hatte.

 

So wurde einmal mehr deutlich: Wer mit Typisch Westerwald unterwegs ist, bekommt nicht nur schöne Wege gezeigt, sondern unterwegs auch viel Naturwissen zum Anfassen.

🪨 Eine unerwartete Entdeckung im Wald

Eine unerwartete Entdeckung, von deren Existenz selbst ortsansässige Mitwanderer nichts wussten, war ein versteckt im Wald stehender, dreieckiger historischer Grenzstein.

 

Dieser Zeitzeuge und heutiges Bodendenkmal zeigt den einstigen Grenzverlauf – vermutlich zwischen den Grafschaften Sayn, Wied und Hachenburg.

 

Ganz genau ließ sich das vor Ort und auf die Schnelle nicht entziffern, aber schon die Form und Lage des Steins machten klar, welche Rolle frühere Grenzen in dieser Landschaft gespielt haben.


Historischer Grenzstein? Joa.

 

Total Überbewertet!

 

Und dran pinkeln darf man auch nicht


Dann bleibt ja nur eins: hinlegen und Pause machen.“ 🐾😎💤🤣

🥪 Verpflegungspause in „Downtown Maxsain“

Nach den vielen Eindrücken und einigen bereits zurückgelegten Kilometern wurde es Zeit für eine kleine Stärkungspause.

 

Dafür bot der Ortskern von Maxsain den perfekten Ort.

 

Jede und jeder suchte sich ein gemütliches Plätzchen auf einer Bank oder einer Mauer, packte etwas zu essen aus und genoss die kurze Auszeit, bevor es frisch gestärkt weiterging.

🌄 Fernsicht, Burgruine Schmanddeppen & Anekdoten

Nach einem längeren Anstieg wurde die Gruppe mit eindrucksvoller Fernsicht belohnt.


Von den Höhen rund um den Reisberg konnten die Wandernden bei guter Sicht

  • den Köppelturm und die Alarmstange bei Montabaur,

  • die Gipfel der Eifel,

  • sogar die LED Anzeigetafel an der A3 
  • die Silhouette des Förderturms der Grube Georg

  • sowie die drei bekannten Gipfel des Siebengebirges – Ölberg, Petersberg und Drachenfels

deutlich am Horizont erkennen.

Über der Landschaft thronte zudem die Burgruine im Volksmund auch als Schmanddeppen bekannt, auf dem Felsvorsprung bei Hartenfels.

 

Rainer Lemmer erklärte ihre Aufgabe bei der Sicherung einer einst wichtigen Handelsstraße – und sorgte mit der Anekdote zur Entstehung des Namens „Schmanddeppen“ für viele Schmunzler in der Gruppe.

👣 Typisch Westerwald – Wissen mit einem Augenzwinkern

Am Ende der Wanderung gab es viel Applaus und Dank von der Wandergruppe für die äußerst interessante und abwechslungsreiche Wanderführung.

 

Viele Teilnehmende betonten, wie beeindruckt sie von dem Wissensschatz waren, den Rainer Lemmer unterwegs teilte – und wie locker, humorvoll und verständlich dies geschah.


Genau so, wie es Stammgäste von den geführten Touren mit Typisch Westerwald kennen:

informativ, persönlich und nie trocken – typisch Westerwald halt.

 

Ein besonderer Dank galt auch Schlussmann Udo, der in bewährter Manier dafür sorgte, dass niemand zurückblieb.

🍽 Einkehr & Wiedersehens-Versprechen

Bei der abschließenden Einkehr im Restaurant „Am Postweiher“ ließen die Wanderinnen und Wanderer die Tour gemeinsam bei gutem Essen nachklingen.

 

Eine Teilnehmerin, die zum ersten Mal mit Typisch Westerwald unterwegs war, brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt:

 

„Wir sehen uns garantiert wieder … und das ist keine Drohung :).“

 

💚 Fazit & Ausblick auf 2026

Die Abschlusswanderung rond em Maxsään bot alles, was Typisch Westerwald ausmacht: abwechslungsreiche Wege, spannende Einblicke in Natur und Geschichte, humorvolle Erzählungen und eine starke Gemeinschaft.

 

Zum Abschluss berichtete Rainer Lemmer, dass sich das Team von Typisch Westerwald in der Endphase der Planungen für die Saison 2026 befindet.


Der neue Wanderplan wird in den kommenden Wochen veröffentlicht – die Wanderfreunde dürfen sich schon jetzt auf ein interessantes und vielfältiges Angebot freuen.

 

Ein Tag voller Entdeckungen, Natur und Gemeinschaft – genau das, was das geführte Wandern mit "Typisch Westerwald" ausmacht!

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Kommentare: 2
  • #1

    Katja (Dienstag, 18 November 2025 16:47)

    Sehr schön war's!

  • #2

    Katja (Dienstag, 18 November 2025 16:50)

    ...und dann noch so eine tolle Nachbereitung. Vielen Dank!

Geführte Naturerlebnisse im Westerwald

Gemeinsam.Achtsam.Draußen

Rainer Lemmer - Hauptstraße 36

56459 Stockum-Püschen

Tel. +49 178 462 8694

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